KALLE
Wenn meine Mutter nichts gehabt hat, keine Butter, hat sie uns Humor aufs Brot ges­tri­chen. Er schmeckt nicht schlecht, sät­tigt aber nicht.

ZIFFEL
Bei Humor denk ich immer an den Philosophen Hegel, von­dem ich mir in der Bibliothek einiges geholt habe, damit ich Ihnen phi­lo­so­phisch gewach­sen bin.

KALLE
Erzählens mir drü­ber. Ich bin nicht gebil­det genug daß ich ihn sel­ber les.

ZIFFEL
Er hat das Zeug zu einem der größ­ten Humoristen unter den Philosophen gehabt, wie sonst nur noch der Sokrates, der eine ähn­liche Methode gehabt hat. Aber er hat anschei­nend Pech gehabt und ist in Preußen anges­tellt wor­den, und so hat er sich dem Staat ver­schrie­ben. Ein Augenzwinkern ist ihm aber,so weit ich sehen kann, ange­bo­ren gewe­sen wie ein Geburtsfehler und er hats gehabt bis zu sei­nem Tod, ohne daß es ihm zum Bewußtsein gekom­men ist, hat er immer­fort mit den Augen gez­win­kert, wie ein ande­rer einen unun­ter­drück­ba­ren Veitstanz hat. Er hat einen sol­chen Humor gehabt, daß er sich­so etwas wie Ordnung z. B. gar nicht hat den­ken kön­nen ohne Unordnung. Er war sich klar, daß sich unmit­tel­bar in der Nähe der größ­ten Ordnung die größte Unordnung aufhält, er ist so weit gegan­gen, daß er sogar gesagt hat : an ein und dem­sel­ben Platz ! Unter Staat hat er etwas vers­tan­den, was dort ents­teht, wo die schärf­sten Gegensätze zwi­schen den Klassen auf­tre­ten, so daß sozu­sa­gen die Harmonie des Staats von der Disharmonie der Klassen lebt. Er hat bes­trit­ten, daß eins gleich eins ist, nicht nur indem alles, was exis­tiert und unauf­halt­sam und unermüd­lich in was anderes über­geht und zwar in sein Gegenteil, son­dern weil übe­rhaupt nichts mit sich sel­ber iden­tisch ist. Wie jeden Humoristen hat ihn beson­ders inter­es­siert, was aus den Dingen wird. Sie ken­nen den Berliner Ausruf : »Du hast dir aber verän­dert, Emil!« Die Feigheit der Tapfern und die Tapferkeit der Feigen hat ihn bes­chäf­tigt, übe­rhaupt das, daß alles sich widers­pricht und beson­ders das Sprunghafte, Sie vers­te­hen, daß alles ganz ruhig und poma­dig vor­geht und plötz­lich kommt der Krach. Die Begriffe haben sich bei ihm immer­fort aufm Stuhl ges­chau­kelt, was zunächst einen beson­ders gemüt­li­chen Eindruck macht, bis er hintüberfällt.
Sein Buch »Die große Logik« habe ich ein­mal gele­sen, wie ich Rheumatismus hatte und mich selbst nicht bewe­gen konnte. Es ist eines der größ­ten humo­ris­ti­schen Werke der Weltliteratur. Es behan­delt die Lebensweise der Begriffe, die­ser schlüp­fri­gen, uns­ta­bi­len, verant­wor­tungs­lo­sen Existenzen ; wie sie einan­der bes­chimp­fen und mit dem Messer bekämp­fen und sich dann zusam­men zum Abendessen set­zen, als sei nichts gewe­sen. Sie tre­ten sozu­sa­gen paar­weise auf, jeder ist mit sei­nem Gegensatz verhei­ra­tet, und ihre Geschäfte erle­di­gen sie als Paare, d. h. sie unter­schrei­ben Kontrakte als Paar, füh­ren Prozesse als Paar, verans­tal­ten Überfälle und Einbrüche als Paar, schrei­ben Bücher und machen eid­liche Aussagen als Paar, und zwar als völ­lig unter sich zers­trit­tenes, in jeder Sache unei­niges Paar ! Was die Ordnung behaup­tet hat, bes­trei­tet sofort, in einem Atem womö­glich, die Unordnung, ihre unzer­trenn­liche Partnerin. Sie kön­nen weder ohne einan­der leben noch miteinander.

KALLE
Handelt das Buch nur von sol­chen Begriffen ?

ZIFFEL
Die Begriffe, die man sich von was macht, sind sehr wich­tig. Sie sind die Griffe, mit denen man die Dinge bewe­gen kann. Das Buch han­delt davon, wie man sich unter die Ursachender vor­ge­hen­den Prozesse ein­schal­ten kann. Den Witz einer Sache hat er die Dialektik genannt. Wie alle großen Humoristen hat er alles mit toderns­tem Gesicht vor­ge­bracht. Wo haben Sie übri­gens von ihm gehört ?

KALLE
In der Politik.

ZIFFEL
Das ist auch einer von sei­nen Witzen. Die größ­ten Aufrührer bezeich­nen sich als die Schüler des größ­ten Verfechters des Staates. Nebenbei, es spricht für sie, daß sie Humor haben. Ich habe näm­lich noch kei­nen Menschen ohne Humor getrof­fen, der die Dialektik des Hegel vers­tan­den hat.

KALLE
Wir haben uns sehr inter­es­siert für ihn. Wir haben Auszüge von ihm bekom­men. Man muß sich bei ihm an die Auszug hal­ten wie bei den Krebsen. Er hat uns inter­es­siert, weil wir so viel gese­hen haben, was so einen Witz gehabt hat, wie Sie ihn bes­chrei­ben. Daß z. B. bei denen von uns, die ausm Volk waren und in die Regierung gegan­gen sind, so komische Veränderung vor­ge­kom­men sind, indem sie in der Regierung nicht mehr ausm Volk, son­dern in der Regierung waren. Zum ers­ten Mal hab ich das Wort 1918 gehört. Da war die Macht von dem Ludendorff so groß wie nie zuvor, er hat seine Nase in alles ste­cken kön­nen, die Disziplin war eisern, alles hat nach tau­send Jahr aus­ge­sehn und grad da warens nur noch Tage, und dann hat er eine blaue Brill auf die Nasen gesetzt und ist über die Grenze gegan­gen, statt einer neuen Armee, wie er geplant gehabt hat. Oder neh­men Sie einen Bauern bei­der Landagitation, die wir gemacht haben. Er ist gegen uns gewe­sen, weil er gesagt hat, wir wol­len ihm alles wegneh­men, aber dann haben ihm die Bank und die Gutsbesitzer alles weg­ge­nom­men. Einer hat mir gesagt : das sind die ärg­sten Kommunisten. Wenn das nicht ein Witz ist !

ZIFFEL
Die beste Schul für Dialektik ist die Emigration. Die schärf­sten Dialektiker sind die Flüchtlinge. Sie sind Flüchtlinge infolge von Veränderungen und sie stu­die­ren nichts als Veränderungen. Aus den kleins­ten Anzeichen schließen sie auf die größ­ten Vorkommnisse, d. h. wenn sie Verstand haben. Wenn ihre Gegner sie­gen, rech­nen sie aus, wie­viel der Sieg gekos­tet hat, und für die Widersprüche haben sie ein feines Auge. Die Dialektik, sie lebe hoch !

KALLE
Quand ma mère n’a­vait rien, pas un gramme de beurre, elle nous tar­ti­nait de l’hi­mour sur le pain. C’est pas mau­vais, mais ça ne ras­sa­sie guère.

ZIFFEL
Dès qu’on parle d’hu­mour, je pense au phi­lo­sophe Hegel. J’ai emprun­té quelques-uns de ses ouvrages à la biblio­thèque pour être, phi­lo­so­phi­que­ment, à votre hauteur.

KALLE
Parlez-moi de ce Hegel. Je ne suis pas assez culti­vé pour le lire moi-même.

ZIFFEL
Il avait l’é­toffe d’un des plus grands humo­ristes que la phi­lo­so­phie ait jamais connu ; à part lui, je ne vois guère que Socrate, qui employait d’ailleurs une méthode ana­logue. Mais il n’a pas eu de chance, semble-t-il : nom­mé en Prusse, il s’est voué au ser­vice de l’État prus­sien. Pour autant que j’aie pu m’en rendre compte, il avait un tic : il cli­gnait de l’œil, un défaut de nais­sance en somme, qui lui est res­té jus­qu’à sa mort ; sans en avoir jamais eu conscience, il cli­gnait de l’œil conti­nuel­le­ment, comme d’autres sont atteints d’une irré­sis­tible danse de Saint-Guy. Il avait tant d’hu­mour qu’il était par exemple inca­pable de pen­ser l’ordre sans le désordre. Il conce­vait clai­re­ment que l’ex­trême désordre se situe à proxi­mi­té immé­diate de l’ordre le plus strict. Il est allé jus­qu’à dire : en un seul et même lieu ! Par État, il enten­dait quelque chose qui prend nais­sance là où se mani­festent les plus grandes contra­dic­tions entre les classes, si bien que l’har­mo­nie de l’État se nour­rit, pour ain­si dire, de la dis­har­mo­nie des classes. Il a contex­té que un et un soient iden­tiques, non seule­ment parce que tout ce qui existe se trans­forme iné­luc­ta­ble­ment et inlas­sa­ble­ment en quelque chose d’autre, pour tout dire, en son contraire, mais aus­si parce qu’il n’est rien d’i­den­tique à soi-même. Comme tous les humo­ristes, il s’est inté­res­sé sur­tout à la trans­for­ma­tion des choses. Vous connais­sez l’in­ter­jec­tion ber­li­noise : « Comme tu as chan­gé, Alfred ! » Il s’est occu­pré de la lâche­té des braves et de la bra­voure des lâches ; en géné­ral, il a étu­dié la contra­dic­tion que toute chose implique, et en par­ti­cu­lier, la muta­tion brusque. Vous voyez ce que je veux dire : les choses vont leur petit train­train bien fleg­ma­ti­que­ment et tout d’un coup c’est la culbute. Chez lui, les concepts ne cessent de se balan­cer sur leur chaise, ce qui pro­cure tout d’a­bord une impres­sion très agréable, jus­qu’à ce que la chaise tombe à la ren­verse. Son livre, La grande logique, je l’ai lu un jour que je souf­frais de rhu­ma­tismes et que je ne pou­vais moi-même bou­ger ni pied ni patte. C’est un des plus grands livres d’hu­mour de la lit­té­ra­ture mon­diale. Il traite du mode d’exis­tence des concepts : ces êtres instables, irres­pon­sables, qui vous glissent entre les doigts ; il montre com­ment ils s’in­ju­rient les uns les autres et se battent au cou­teau avant de s’as­seoir pour dîner à la même table comme si de rien n’é­tait. Ils se mani­festent pour ain­si dire par couple, cha­cun d’eux est marié à son contraire, et leurs affaires, ils les expé­dient en tant que couples : c’est le couple qui signe des contrats, le couple qui engage des pro­cès, le couple qui orga­nise des agres­sions et des cam­brio­lages, le couple qui écrit des livres et fait des décla­ra­tions sous ser­ment ; ils agissent tou­jours à deux, tout en étant en per­pé­tuelle ziza­nie et divi­sés sur toute chose ! Ce qu’af­firme l’ordre, son insé­pa­rable par­te­naire, le désordre, le conteste aus­si­tôt, si pos­sible d’une même voix. Ils ne peuvent vivre l’un sans l’autre ni l’un avec l’autre.

KALLE
Est-ce que tout le livre ne traite que de ces concepts-là ?

ZIFFEL
C’est très impor­tant. Les concepts qu’on se fait des choses, ce sont des prises qu’on a sur elles et qui per­mettent de les chan­ger. L’ouvrage explique com­ment s’in­sé­rer dans l’en­chaî­ne­ment cau­sal des pro­ces­sus en cours. L’ironie des choses, il appelle ça la dia­lec­tique. Comme tout grand humo­riste, il expose ses idées avec un sérieux mor­tel. Mais, dires-moi, où avez-vous enten­du par­ler de lui ?

KALLE
En politique.

ZIFFEL
Encore une de ses astuces. Les plus grands révo­lu­tion­naires se pré­sentent comme les dis­ciples d’un phi­lo­sophe qui a été le plus grand défen­seur de l’État. Soit dit en pas­sant, ils ont le sens de l’hu­mour, et c’est un bon point pour eux. Jusqu’à pré­sent, je n’ai jamais ren­con­tré d’homme sans humour qui ait com­pris la dia­lec­tique de Hegel.

KALLE
Nous nous sommes beau­coup inté­res­sés à lui. On nous en adon­né des extraits. Chez Hegel, il faut s’en tenir aux extraits, c’est comme quand on mange des écre­visses. Il nous inté­res­sait parce que nous avons vu arri­ver tant de choses qui ne man­quaient pas d’i­ro­nie, au sens où vous l’en­ten­dez ! Par exemple, ceux d’entre nous qui étaient issus du peuple et qui sont entrés au gou­ver­ne­ment, on les a vus chan­ger de façon mar­rante : une fois au gou­ver­ne­ment, ils n’é­taient plus issus du peuple, mais membres du gou­ver­ne­ment. L’ironie de l’his­toire, c’est en 1928 que j’ai eu vent de l’ex­pres­sion pour la pre­mière fois. Ludendorff était plus puis­sant que jamais, il pou­vait four­rer son nez par­tout ; une dis­ci­pline de fer régnait, tout sem­blait par­ti pour durer mille ans, et quelques jours plus tard à peine, Ludendorff a chaus­sé son nez de lunettes noires et a pas­sé la fron­tière, au lieu de la faire fran­chir à une nou­velle armée, comme ses plans le pré­voyaient. Ou bien pre­nez ce pay­sant, pen­dant la période d’a­gi­ta­tion que nous avons orga­ni­sée à la cam­pagne. Il était contre nous, parce que, disait-il nous vou­lions tout lui prendre, mais après, ce sont les banques et les gros pro­prié­taires qui lui ont tout pris. Un pay­san m’a dit : ce sont eux les pires com­mu­nistes. Belle iro­nie, pas vrai ?

ZIFFEL
La meilleure école pour la dia­lec­tique, c’est l’é­mi­gra­tion. Les dia­lec­ti­ciens les plus péné­trants sont les exi­lés. Ce sont des chan­ge­ments qui les ont for­cés à s’exi­ler, et ils ne s’in­té­ressent qu’aux chan­ge­ments. De signes infimes, ils déduisent, à condi­tion bien sûr qu’ils soient capables de réflé­chir, les évé­ne­ments le splus fan­tas­tiques. Si leurs adver­saires l’emportent, ils cal­culent le prix que ceux-ci ont dû payer leur vic­toire, et pour les contra­dic­tions ils ont l’œil. Vive la dialectique !

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« Flüchtlingsgespräche » Gesammelte Werke in 20 Bänden [1967 [1961]]
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t. 14 : « Prosa 4 »
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chap. 11  : « Dänemark oder der Humor / Über die Hegeische Dialektik »
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p. 1459–1462
, (FR : trad. G. Badia & J. Baudrillard, L’Arche, 1965, p. 84–87)

Ce qui nous menace, éco­no­mistes libi­di­naux, c’est de fabri­quer une nou­velle morale avec cette conso­la­tion, c’est de pro­cla­mer et de dif­fu­ser que la bande libi­di­nale est bonne, que la cir­cu­la­tion des affects est gaie, que l’a­no­ny­mat et l’in­com­pos­si­bi­li­té des figures sont épa­tants et libres, que toute dou­leur est réac­tion­naire et recèle le poi­son d’une for­ma­tion issue du grande Zéro.

Et pour chaque bran­che­ment, un nom divin, pour chaque cri, inten­si­té et bran­che­ment qu’ap­portent les ren­contres atten­dues et inat­ten­dues, un petit dieu, une petite déesse, qui a l’air de ne ser­vir à rien quand on le regarde avec les glo­bu­leux yeux tristes pla­to­ni­co-chré­tiens, qui ne sert en effet à rien, mais qui est un nom de pas­sage de l’émotion.

Ouvrez le pré­ten­du corps et déployez toutes ses sur­faces : non seule­ment la peau avec cha­cun de ses plis, rides, cica­trices, avec ses grands pans velou­tés, et conti­gus à elle le cuir et sa toi­son de che­veux, la tendre four­rure pubienne, les mame­lons, les ongles, les cornes trans­pa­rentes sous le talon, la légère fri­pe­rie, entée de cils, des pau­pières, mais ouvrez et éta­lez, expli­ci­tez les grandes lèvres, les petites lèvres avec leur réseau bleu et bai­gnés de mucus, dila­tez le dia­phragme du sphinc­ter anal, cou­pez lon­gi­tu­di­na­le­ment et met­tez à plat le noir conduit du rec­tum, puis du côlon, puis du cæcum, désor­mais ban­deau à sur­face toute striée et pol­luée de merde, avec vos ciseaux de cou­tu­rière ouvrant la jambe d’un vieux pan­ta­lon, allez, don­nez jour au pré­ten­du inté­rieur de l’in­tes­tin grêle, au jéju­num, à l’i­léon, au duo­dé­num, ou bien à l’autre bout, débri­dez la bouche aux com­mis­sures, déplan­tez la langue jus­qu’à sa loin­taine racine et fen­dez-là, éta­lez les ailes de chauve-sou­ris du palais et de ses sous-sols humides, ouvrez la tra­chée et faites-en la mem­brure d’une coque en construc­tion ; armé des bis­tou­ris et des pinces les plus fins, déman­te­lez et dépo­sez les fais­ceaux et les corps de l’en­cé­phale ; et puis tout le réseau san­guin intact à plat sur une immense paillasse, et le réseau lym­pha­tique, et les fines pièces osseuses du poi­gnet, de la che­ville, démon­tez et met­tez-les bout à bout avec toutes les nappes de tis­su ner­veux qui enve­loppe l’hu­meur aqueuse et avec le corps caver­neux de la verge, et extra­yez les grands muscles, les grands filets dor­saux, éten­dez-les comme des dau­phins lisses qui dorment.

Faites le tra­vail qu’ac­com­plit le soleil quand votre corps prend un bain, ou l’herbe.

L’essai coor­donne les élé­ments au lieu de les subor­don­ner. […] Si l’es­sai, com­pa­ré aux formes dans les­quelles un conte­nu tout prêt est com­mu­ni­qué de manière indif­fé­rente, est plus dyna­mique que la pen­sée tra­di­tion­nelle, grâce à la ten­sion entre la pré­sen­ta­tion et la chose pré­sen­tée, il est en même temps plus sta­tique, en tant qu’en­semble construit de juxtapositions.

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« L’essai comme forme » Notes sur la littérature [1954–1958]
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trad.  Sibylle Muller
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p. 27

L’essai est à la fois plus ouvert et plus fer­mé qu’il ne plaît à la pen­sée tra­di­tion­nelle. Il est plus ouvert dans la mesure où sa dis­po­si­tion propre nie le sys­tème et où il répond d’au­tant mieux à ses propres exi­gences qu’il s’y tient plus rigou­reu­se­ment ; les rési­dus sys­té­ma­tiques de cer­tains essais, comme par exemple l’in­fil­tra­tion d’é­tudes lit­té­raires par des phi­lo­so­phèmes lar­ge­ment répan­dus, accep­tés tels quels, ne valent guère mieux que des tri­via­li­tés psy­cho­lo­giques. Mais l’es­sai est plus fer­mé, parce qu’il tra­vaille de façon empha­tique à la forme de la pré­sen­ta­tion. La conscience de la non-iden­ti­té de la pré­sen­ta­tion et de la chose la contraint à un effort sans limites.

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« L’essai comme forme » Notes sur la littérature [1954–1958]
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trad.  Sibylle Muller
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p. 22

L’essai doit faire jaillir la lumière de la tota­li­té dans un trait par­tiel, choi­si déli­bé­ré­ment ou tou­ché au hasard, sans que la tota­li­té soit affir­mée comme pré­sente. Il cor­rige le carac­tère contin­gent ou sin­gu­lier de ses intui­tions en les fai­sant se mul­ti­plier, se ren­for­cer, se limi­ter, que ce soit dans leur propre avan­cée ou dans la mosaïque qu’elles forment en rela­tion avec d’autres essais ; et non en les rédui­sant abs­trai­te­ment à des uni­tés typiques extraites d’elles. « Voilà donc ce qui dis­tingue l’es­sai du trai­té. Pour écrire un essai, il faut pro­cé­der de manière expé­ri­men­tale, c’est-à-dire retour­ner son objet dans tous les sens, l’in­ter­ro­ger, le tâter, le mettre à l’é­preuve, le sou­mettre entiè­re­ment à la réflexion, il faut l’at­ta­quer de dif­fé­rents côtés, ras­sem­bler ce qu’on voit sous le regard de l’es­prit et tra­duire ver­ba­le­ment ce que l’ob­jet fait voir dans les condi­tions créées par l’é­cri­ture. » (Max Bense, Über den Essay und seine Prosa) Le malaise que cause cette pro­cé­dure, le sen­ti­ment qu’on pour­rait conti­nuer ain­si indé­fi­ni­ment selon son caprice, tout cela est à la fois vrai et non vrai. C’est vrai parce que en fait l’es­sai ne conclut pas et que son inca­pa­ci­té à conclure appa­raît comme une paro­die de son propre a prio­ri ; on l’ac­cuse alors de ce dont sont cou­pables en réa­li­té ces formes qui effacent toutes les traces de caprice. Mais ce malaise n’est pas vrai, parce que la constel­la­tion de l’es­sai n’est tout de même pas si arbi­traire que se le figure le sub­jec­ti­visme phi­lo­so­phique qui trans­porte la contrainte de la chose dans celle de l’ordre concep­tuel. […] L’essai se révolte contre l’oeuvre majeure, qui reflète celle de la créa­tion et de la totalité.

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« L’essai comme forme » Notes sur la littérature [1954–1958]
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trad.  Sibylle Muller
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p. 21

Des élé­ments dis­tincts s’y ras­semblent [dans l’es­sai] dis­crè­te­ment pour for­mer quelque chose de lisible ; [l’es­sai] ne dresse ni une char­pente ni une construc­tion. Mais, par leur mou­ve­ment, les élé­ments se cris­tal­lisent en tant que confi­gu­ra­tion. Celle-ci est un champ de forces, de même que sous le regard de l’es­sai toute oeuvre de l’es­prit doit se trans­for­mer en un champ de forces.

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« L’essai comme forme » Notes sur la littérature [1954–1958]
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trad.  Sibylle Muller
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p. 17–18

Ce qui pour­rait le mieux se com­pa­rer à la manière dont l’es­sai s’ap­pro­prie les concepts, c’est le com­por­te­ment de quel­qu’un qui se trou­ve­rait en pays étran­ger, obli­gé de par­ler la langue de ce pays, au lieu de se débrouiller pour la recons­ti­tuer de manière sco­laire à par­tir d’élé­ments. Il va lire sans dic­tion­naire. Quand il aura vu trente fois le même mot, dans un contexte chaque fois dif­fé­rent, il se sera mieux assu­ré de son sens que s’il l’a­vait véri­fié dans la liste de ses dif­fé­rentes signi­fi­ca­tions, qui en géné­ral sont trop étroites en regard des varia­tions dues au contexte, et trop vagues en regard des nuances sin­gu­lières que le contexte fonde dans chaque cas par­ti­cu­lier. Certes, tout comme cet appren­tis­sage, l’es­sai comme forme s’ex­pose à l’er­reur ; le prix de son affi­ni­té avec l’ex­pé­rience intel­lec­tuelle ouverte, c’est l’ab­sence de cer­ti­tude que la norme de la pen­sée éta­blie craint comme la mort.

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« L’essai comme forme » Notes sur la littérature [1954–1958]
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trad.  Sibylle Muller
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p. 17